Der unüberwindliche grosse Rat von Stans

In Baccho et Venere

aus dem Vademecum von Bebbi von Matt et al. (1996)

Fahne des UGR seit Reichsfest 2013

Einleitung

„Hic Rhodos, hic salta“, dieses Zitat aus dem „Prahler“ des griechischen Fabeldichters Äsop könnte als Leitspruch über dem Unüberwindlichen Grossen Rat von Stans (UGR) stehen. Denn übermütige Großsprecherei in Humor verpackt, gehört bis heute zum Wesen der Gesellschaft. Dies kommt schon in ihrem Auf­bau und Charakter deutlich zum Ausdruck.

Der UGR basiert auf der Annahme, er sei der Mittelpunkt eines mächtigen Reiches, einer aristokratisch regierten Republik, die es von der Residenzstadt Stans aus zu leiten und regieren gelte. Dabei erstreckt sich das Territorium über „Städte, Länder, Herr­schaften, Inseln, Meerhäfen, Dörfer, Klusen und Flecken“, wie es in einem Schriftstück aus dem Jahre 1627 heißt.

Etwas Geschichte

Siegel des UGR

Die Anfänge der Gesellschaft liegen im Dunkeln. In den Quellen tritt der UGR erstmals Ende des 16. (Botschaft 1597) bzw. zu Beginn des 17. Jahrhunderts (1607) in Erscheinung. Doch präsentiert er sich zu diesem Zeitpunkt als festgefügte Institution, die Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte älter sein muss. Möglicherweise entwickelte er sich aus den Knabenschaften des Spätmittelalters, etwa aus dem Saubannerzug der Fasnacht 1478 nach Genf, an dem nachweisbar auch die Jungmannschaft von Nidwalden teilnahm. Beim Eintritt der Gesellschaft in die schriftliche Überlieferung rekrutieren sich die Mitglieder freilich nicht mehr aus den ,,Leuten vom torechten Leben“, die ihrer Obrigkeit zeigen wollen, wo der „Bartli den Most holt“, nein jetzt gehören fast alle Reichsritter und Reichsfrauen der etablierten Gilde an: Obrigkeit, AmtIeute, Offiziere, Geistliche und Akademiker. Wie es damals allgemein üblich war, beschränkte sich die Gesellschaft nicht auf das bloss Weltliche, sie bezog auch das Religiöse in der kirchlichen Bruderschaft (mit den entsprechenden Exequien und Anniversarien) mit ein.

Die Anfänge der Gesellschaft liegen im Dunkeln. In den Quellen tritt der UGR erstmals Ende des 16. (Botschaft 1597) bzw. zu Beginn des 17. Jahrhunderts (1607) in Erscheinung. Doch präsentiert er sich zu diesem Zeitpunkt als festgefügte Institution, die Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte älter sein muss. Möglicherweise entwickelte er sich aus den Knabenschaften des Spätmittelalters, etwa aus dem Saubannerzug der Fasnacht 1478 nach Genf, an dem nachweisbar auch die Jungmannschaft von Nidwalden teilnahm. Beim Eintritt der Gesellschaft in die schriftliche Überlieferung rekrutieren sich die Mitglieder freilich nicht mehr aus den ,,Leuten vom torechten Leben“, die ihrer Obrigkeit zeigen wollen, wo der „Bartli den Most holt“, nein jetzt gehören fast alle Reichsritter und Reichsfrauen der etablierten Gilde an: Obrigkeit, AmtIeute, Offiziere, Geistliche und Akademiker. Wie es damals allgemein üblich war, beschränkte sich die Gesellschaft nicht auf das bloss Weltliche, sie bezog auch das Religiöse in der kirchlichen Bruderschaft (mit den entsprechenden Exequien und Anniversarien) mit ein.